Interreg V (2014-2020)

Das Programm Interreg V EMR (2014-2020) baut Problemstellen und Praxishemmnisse ab, um auf diese Weise das Potenzial von (und in) der Euregio Maas-Rhein zu stärken.


Interreg EMR finanziert grenzüberschreitende Projekte mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Außerdem können Mittel zur Verfügung stehen aus den Regionen und aus privaten Quellen Projekt Partnern. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit liefert das Programm Interreg Euregio Maas-Rhein einen Beitrag zur Lebensqualität der rund vier Millionen Einwohner der Euregio.

Die vier Prioritäten

  • Innovation
  • Wirtschaft
  • Soziale Inklusion und Bildung
  • Territoriale Entwicklung

Budget

Für das Programm Interreg V-A Euregio Maas-Rhein 2014-2020 steht aus europäischen EFRE-Mitteln ein Betrag in Höhe von 96 Millionen Euro zur Verfügung. Projekte können zu höchstens 70 % aus diesen EFRE-Mitteln finanziert werden. Die Gesamtmittel des Programms belaufen sich somit auf über 140 Millionen Euro. Dies ist ein starker Investitionsimpuls für die Euregio Maas-Rhein.

Frühere Interreg-Programme

Schwerpunkt der vorangegangenen Interreg-Programme I (1990-1993), II (1994-1999), III (2000-2006) und IV (2007-2013) war der sozial-gesellschaftliche Bereich, in den Themen wie Kultur, Gesundheit und Tourismus fallen. Im Programmzeitraum von Interreg IV (2007-2013) verschob sich dieser Schwerpunkt vor allem auf die Wirtschaft. Aus diesem Grund wurden für das Programm Interreg V EMR (2014-2020) vier neue Investitionsprioritäten festgelegt.

Euregio Maas-Rhein und Interreg

Das Programmgebiet des Interreg EMR umfasst das Gebiet der Euregio Maas-Rhein sowie einige angrenzende Gebiete. Der Kooperationsverbund Euregio Maas-Rhein (EMR) ist eine der ältesten Euregios in der Europäischen Union.


Bereits seit 1976 arbeiten drei Länder und fünf Partnerregionen zusammen. Dies ist eine besondere Herausforderung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und zugleich aufgrund der Lage der Grenzregion im Herzen Europas eine einzigartige Situation. Das Dreiländereck zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Sprachen, Landschaften und Kulturen aus, die auch über die Grenzen hinaus geschätzt und erlebt werden. Der Süden und die Mitte der niederländischen Provinz Limburg, das deutsche Gebiet Region Aachen, Teile von Rheinland-Pfalz, die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens und die belgischen Provinzen Lüttich und Limburg sind die Kernmitglieder des programmgebiet Euregio Maas-Rhein. Schon seit den Anfängen von Interreg arbeiten diese Kernmitglieder überdies mit dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Landkreis Vulkaneifel zusammen. Diese sieben Regionen bilden zusammen mit Südost-Brabant und Flämisch-Brabant das gesamte Programmgebiet Interreg Euregio Maas-Rhein.

Arbeiten Sie mit an einer starken Euregio Maas-Rhein

Die Hauptambition der Interreg Euregio Maas-Rhein ist die Entwicklung hin zu einer modernen Wissensregion und einer technologischen Spitzenregion mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft und hoher Lebensqualität in einer inklusiven Gemeinschaft, die Arbeitsplätze schafft. Dabei sprechen sich die Partner nachdrücklich für eine Strategie aus, die bei den identifizierten Stärken und Chancen des Programmagebiet EMR ansetzt und verschiedene, von den Partnerregionen benannte politische Herausforderungen berücksichtigt.

Karte des Programmgebiets Interreg Euregio Maas-Rhein

Die Regionalkarte zeigt die zur Programmgebiet Interreg Euregio Maas-Rhein gehörenden Regionen.Für weitere Informationen zu den einzelnen Regionen verweisen wir auf die Websites der Provinzen und Regionen der Euregio Maas-Rhein.

Niederlande (Provinz Limburg),
Deutschland (Region Aachen), Teile von Rheinland-Pfalz
Wallonien (Provinz Lüttich),
Flandern (Provinz Belgisch Limburg).
Flämisch-Brabant
Nord-Brabant 

Kurzüberblick über die Geschichte von Interreg

Im Jahr 1989 wurde auf Grundlage einer Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Kommission die erste Europäische Territoriale Zusammenarbeit als interregionale Form der Kooperation eingerichtet.


Daraus leitete sich der Begriff Interreg ab. Zweck des Interreg-Programms ist die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion in der Europäischen Union. Durch Förderung der europaweiten Zusammenarbeit soll die europäische Integration weitergeführt und eine ausgewogene Entwicklung des gesamten Gebiets sichergestellt werden. Im Zuge dessen werden Kooperationsinitiativen zwischen Regionen verschiedener Mitgliedstaaten finanziell gefördert, damit zum einen die unterschiedlichen Entwicklungsstände und zum anderen die nationalen Grenzen kein Hindernis für die Umsetzung der genannten Zielsetzungen darstellen.